Bayrisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst

Eine Wohnung finden

Was ist eine WG?

Bei deiner Wohnungssuche in Bayern wird dir sicher oft die Abkürzung „WG” begegnen. Sie steht für „Wohngemeinschaft“ – eine Wohnung oder ein Haus, das du mit einem oder mehr Mitbewohnern teilst. Die Miete in einer WG ist dadurch recht günstig, weil sie auf alle Mitbewohner aufgeteilt wird. Deshalb sind Wohngemeinschaften besonders bei Studierenden beliebt. 

In einer WG hast du dein eigenes Zimmer, teilst dir aber normalerweise Bad und Küche mit deinen Mitbewohnern. Manchmal gibt es auch ein gemeinsames Wohnzimmer. Erkundige dich vor dem Einzug, was du alles mitbenutzen darfst, wie zum Beispiel die Waschmaschine, das Telefon oder den Fernseher.

Außerdem hat das Wohnen in der Gruppe natürlich noch weitere Vorteile:

Viele Studierende kochen gemeinsam mit ihren WG-Mitbewohnern oder verbringen auch ihre Freizeit zusammen. So findest du in einer neuen Stadt schnell Freunde und kannst beim gemeinsamen Kochen oder Abwaschen ganz nebenbei deine Sprachkenntnisse verbessern.

Eine WG finden

Wenn du in einer WG wohnen möchtest, solltest du dich frühzeitig auf die Suche machen, besonders, wenn du in eine größere Stadt wie München ziehst. Viele WG-Zimmer werden auf Immobilien-Webseiten oder in der Lokalzeitung angeboten. Manchmal kannst du Angebote auch auf dem Schwarzen Brett (Pinnwand) an deiner Hochschule finden. Oder du inserierst selbst – viele Lokalzeitungen bieten günstige Anzeigen für Studierende an.

Studentenwohnheim

Ein Zimmer im Studentenwohnheim der Studierendenwerke ist oftmals die günstigste Unterkunft für Studierende. Besonders in größeren Städten kann es deshalb schwierig sein, einen Platz zu bekommen: Wegen der vielen Bewerber ist nicht jedem Studierenden ein Zimmer garantiert oder es gibt Wartelisten. Deshalb ist es besonders wichtig, sich frühzeitig zu bewerben.

Der große Vorteil im Studentenwohnheim: Hier findest du schnell Freunde! Häufig gibt es Gemeinschaftsküchen, in denen sich die Bewohner treffen. Außerdem werden oft gemeinsame Freizeitangebote oder Filmabende angeboten, bei denen du deine Nachbarn kennenlernen kannst.

Ein Zimmer im Studentenwohnheim finden

Die Studierendenwerke können dir helfen, ein Zimmer im Studentenwohnheim zu finden. Manche bieten sogar spezielle Service-Pakete an: ein Zimmer im Wohnheim und weitere Service-Angebote wie das Semesterticket für den öffentlichen Nahverkehr oder eine Krankenversicherung zu einem günstigen Paket-Preis.

Es gibt auch Studentenwohnheime privater oder kirchlicher Träger. Auch hier können die Studierendenwerke helfen, ein Zimmer zu vermitteln.

Alleine wohnen

Eine eigene Wohnung oder ein Studio-Appartement sind im Vergleich zu den oben beschriebenen Möglichkeiten teuer. Gerade in größeren Städten ist es außerdem gar nicht so leicht, eine geeignete Wohnung zu finden, die für Studierende allein bezahlbar ist. Zum Mietpreis kommt häufig noch eine Provision für den Makler (Wohnungsvermittler) hinzu. Wenn du einziehst, musst du außerdem eine Kaution hinterlegen, die du beim Auszug zurückerhältst, wenn du die Wohnung in gutem Zustand hinterlässt.

Im Unterschied zu anderen Ländern werden in Deutschland die meisten Wohnungen unmöbliert vermietet. Mieter haben meistens ihre eigene Einrichtung. Wenn sie aus einer Wohnung ausziehen, nehmen sie die Möbel und sogar ihre Küchen und Lampenfassungen mit. Manchmal kannst du den Vormietern die Küche abkaufen oder der Wohnungsbesitzer stellt eine Küche oder einzelne Möbelstücke bereit, die du zu einem bestimmten Preis übernehmen oder nutzen kannst.

Eine Wohnung finden

Bei der Wohnungssuche können dich die Studierendenwerke unterstützen. Wohnungsangebote findest du außerdem auf Immobilienwebseiten oder in der Lokalzeitung. Am besten hörst du dich auch bei Freunden und Bekannten oder auf sozialen Netzwerken im Internet um. So erfährst du schnell, ob jemand bald auszieht und einen Nachmieter sucht. Die Studierendenwerke können dich beraten, bevor du einen Mietvertrag unterschreibst.

Rechtzeitig ein Zimmer besorgen

Ganz gleich, ob im Studentenwohnheim, in einer WG oder im eigenen Apartment: Du solltest dich rechtzeitig um ein Zimmer kümmern – am besten noch in deinem Heimatland.

Mietverträge werden in Deutschland vorab unterschrieben, teilweise bis zu drei Monate im Voraus. Deswegen ist es wichtig, sich entweder schon im Heimatland um eine Unterkunft zu kümmern oder zumindest ein paar Wochen vor dem eigentlichen Vorlesungsbeginn deines Studiums einzureisen. So kannst du Behördengänge erledigen und dich an deinem neuen Studienort orientieren. Da viele Studierende ihre Zimmer in den Semesterferien untervermieten, kannst du in der vorlesungsfreien Zeit auch eher eine vorübergehende Unterkunft finden, die dir die Wohnungssuche vor Ort ermöglicht.